Michnoku Zukunftsfonds

Am 11. März 2011 traf Japan ein Erdbeben und löste eine humanitäre Katastrophe aus: Der Tsunami nach dem Erdbeben verschlang Besitz, Leben, Lebensunterhalt, Arbeitsplätze und ganze Gemeinden. Der Wiederaufbau und die Erholung von regionaler Wirtschaft, Gemeinden und der psychologischen Verfassung der Menschen wird jahrzehntelange Anstrengungen erfordern. 

Besonders Kinder, die in dieser sinnlosen Tragödie ihre Eltern verloren haben, leiden bis heute an den Folgen dieser Katastrophe. Sie sind oft gezwungen ihre Vorstellungen von einer guten Ausbildung und einem glücklichen Leben aufzugeben. Sogar ihre Heimatstadt müssen viele aufgrund der wirtschaftlichen Umstände verlassen.

Es ist unsere Überzeugung, dass wir diesen Kindern die Freiheit ermöglichen müssen, ihre Träume zu verfolgen und sie so ein wesentlicher Bestandteil der Erholung ihrer Heimat sein können. Wir glauben, dass der Grundstein der Erholung die Arbeit und die Unterstützung der Kinder sein wird, die heute in Tohoku aufwachsen. Wir glauben, dass das Aufwachsen dieser Kinder ohne das Aufgeben ihrer Träume und Wünsche wesentlich dafür ist, die Tohoku-Region wieder zu dem zu machen, was sie einmal war. Häuser können wieder aufgebaut werden. Straßen können wieder aufgebaut werden. Aber eine gesunde, glückliche Gemeinschaft lässt sich ohne Hilfe nicht so einfach wieder herstellen. 

Auf Grundlage dieser Überzeugung arbeiten wir mit dem "Michinoku Zukunftsfonds", einer lokalen Organisation die sich vor Ort um etwa 120 dieser Waisenkinder kümmert, zusammen. Unsere gemeinsame Aufgabe ist es, den Kindern aus der Tohoku-Region wieder den Traum von einem glücklichen Leben zu ermöglichen: So finanzieren wir Schulgelder, psychologische Unterstützung, Unterkünfte und Betreuung.
Wir bieten den Kindern mittel- und langfristig die Unterstützung, die sie benötigen, um die Schule und Ausbildung fortzusetzen. Insbesondere möchten wir den Zugang zur Hochschulbildung und Berufsausbildung in dieser Region erleichtern, um den Kindern schulische und berufliche Zukunftschancen zu ermöglichen. 
So können sie eines Tages selbst beim Aufbau und Schutz ihrer Heimat helfen, damit sich solch eine Katastrophe niemals wiederholt. 
Bis auch das jüngste Waisenkind seine schulische Ausbildung vollendet hat, wird ein Vierteljahrhundert vergehen: So lange wollen wir mit dem Matcharity e.V. gegen das Vergessen arbeiten.